Das Bodycam-Spiel des letzten Jahres, entwickelt von zwei französischen Indie-Entwicklern, ist kein gewöhnlicher Multiplayer-Ego-Shooter. Dieses Early Access-Spiel nutzt die neuesten Möglichkeiten der Unreal Engine 5, um ein fotorealistisches, taktisches FPS-Erlebnis aus der Perspektive einer Bodycam zu bieten. Seit der Veröffentlichung am 8. Juni 2024 hat Bodycam von über 27.000 Spielern „überwiegend positive“ Bewertungen auf Steam erhalten. Kritiker gibt es zwar, aber vielleicht ist es trotzdem einen Blick wert.
Lasst uns erkunden, was Bodycam besonders macht, welche Herausforderungen es zu bewältigen hat und warum du es vielleicht (oder auch nicht) ausprobieren möchtest.
Worum geht es in diesem Bodycam-Spiel?
Im Kern konzentriert sich Bodycam auf immersives, teamorientiertes Gameplay. Das Spiel wurde so gestaltet, dass es das Aussehen und das Gefühl von Bodycam-Aufnahmen mit einem runden Objektiv und wackeligem Blick nachahmt und bietet ein raues, intensives Erlebnis.
Mit seinen ultra-realistischen Grafiken, die von Quixel Megascans und fortschrittlichen Lichteffekten unterstützt werden, versucht Bodycam, die Grenze zwischen Videospielen und echtem Filmmaterial zu verwischen. Die Spieler können in klassischen FPS-Modi wie Deathmatch und Team Deathmatch eintauchen oder in den spannenden Body Bomb-Modus wechseln, in dem die Spieler je nach Team versuchen, Bomben zu legen oder zu entschärfen. Das Gameplay legt großen Wert auf Teamarbeit und Strategie, wodurch jedes Match intensiv und bedeutungsvoll wirkt.
Spielmerkmale auf einen Blick:
- Fotorealistische Grafiken: Die Next-Gen-Technologie der Unreal Engine 5 bringt detaillierte Umgebungen, lebensechte Texturen und immersive Beleuchtung zum Leben.
- Bodycam-Spielmodi: Deathmatch, Team Deathmatch, Body Bomb (ein wettbewerbsorientierter 5v5-Modus) und Zombie-Modus.
- Waffen und Ausrüstung: Eine Vielzahl von Feuerwaffen, Granaten und taktischer Ausrüstung mit Plänen für weitere Ergänzungen nach dem Launch.
- Karten: Dynamische Schauplätze, von urbanen Erkundungsgebieten bis hin zu dichten Wäldern, die alle für taktisches Gameplay konzipiert sind.
- Zombie-Modus: Ein Halloween-Update führte einen rundenbasierten Zombie-Überlebensmodus ein, der für Horror-Fans einen spannenden Twist hinzufügt.

Die Vision der Entwickler
Das Reissad Studio wird von zwei ehrgeizigen jungen Entwicklern, Luca (17) und Leo (20), geleitet, und ihre erklärte Mission ist es, ein Bodycam-Spiel zu schaffen, bei dem das Feedback der Spieler das Erlebnis prägt.
Der Early Access-Status von Bodycam ermöglicht es den Spielern, an der laufenden Entwicklung teilzunehmen. Die Entwickler engagieren sich aktiv mit der Community über Discord und versprechen, dass Vorschläge und Feedback zukünftige Updates leiten werden. Sie haben auch versprochen, das Spiel kontinuierlich mit neuen Karten, Waffen und Modi basierend auf den Rückmeldungen der Spieler zu erweitern.
Was die Spieler sagen
Das Gute
Die visuellen Effekte von Bodycam sind sein Hauptanziehungspunkt, viele Spieler loben die lebensechten Grafiken und immersiven Umgebungen. Das gewichtige Gefühl der Feuerwaffen und das strategische Teamspiel sind ebenfalls Höhepunkte. Ein Spieler beschrieb das Spiel als „einen schnellen, adrenalingeladenen Shooter, der sich von allem anderen abhebt.“
Der kürzlich hinzugefügte Zombie-Modus hat positives Feedback für seine unheimliche Atmosphäre und das adrenalingeladene Gameplay erhalten.
Das Nicht-so-Gute
Allerdings ist nicht alles rosig. Frühe Bewertungen weisen auf mehrere Unebenheiten hin:
- Leistungsprobleme: Selbst auf High-End-Systemen haben viele Spieler von Framerate-Einbrüchen und Optimierungsproblemen berichtet.
- Benutzeroberfläche: Einige finden die Benutzeroberfläche klobig und unintuitiv, was das Gesamterlebnis beeinträchtigt.
- Preiskonflikte: Bei über 30 Dollar sind einige Spieler der Meinung, dass der aktuelle Zustand des Spiels den Preis nicht rechtfertigt, insbesondere mit enthaltenen Mikrotransaktionen.
- Toxizität im Multiplayer: Beschwerden über das Verhalten von Spielern, Frauenfeindlichkeit in der Community und das Fehlen einer Stummschaltoption sind in den Bewertungen aufgetaucht.

Early Access: Was du wissen musst
Der Early Access-Status von Bodycam ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Einerseits können die Spieler die Entwicklung beeinflussen, und das Spiel wird regelmäßig mit Fehlerbehebungen und neuen Inhalten aktualisiert. Andererseits bringt es die typischen Fallstricke eines unfertigen Produkts mit sich: Leistungsprobleme, begrenzte Inhalte und unausgereifte Funktionen.
Die Entwickler schätzen, dass Bodycam noch einige Jahre im Early Access bleiben wird, wobei die endgültige Version bedeutende Verbesserungen verspricht. Wenn du jedoch nicht begeistert bist, das Spiel in seinem aktuellen Zustand zu spielen, könnte es sich lohnen, zu warten, bis es weiter fortgeschritten ist.
Systemanforderungen
Bevor du in dieses Bodycam-Spiel eintauchst, stelle sicher, dass dein PC bereit ist. Bodycam benötigt einen 64-Bit-Prozessor, Windows 10/11 und eine leistungsstarke GPU wie eine NVIDIA GeForce RTX 2070 (Minimum) oder RTX 3060 (empfohlen). Eine SSD wird ebenfalls dringend empfohlen, um eine reibungslosere Leistung zu gewährleisten.

Fazit
Bodycam ist ein ehrgeiziges Projekt, das die Zukunft realistischer FPS-Spiele zeigt. Seine fotorealistischen Grafiken und intensives Gameplay heben es von der Konkurrenz ab, aber der Early Access-Status bedeutet, dass es noch nicht perfekt ist. Wenn du bereit bist, Leistungsprobleme und begrenzte Inhalte zu übersehen, bietet Bodycam ein einzigartiges, immersives Erlebnis, das es wert ist, erkundet zu werden – besonders wenn du ein Fan von taktischen Shootern bist.
Für diejenigen, die Wert auf Politur und Stabilität legen, könnte es klug sein, zu warten, bis das Spiel den Early Access verlässt. Aber mit einem aktiven Entwicklungsteam und einer leidenschaftlichen Community ist das Potenzial für dieses Bodycam-Spiel, sich zu einem genre-definierenden Titel zu entwickeln, unbestreitbar.
